
TECHNOLOGIESTANDORT
Für Unternehmen am Wirtschaftsstandort Kärnten muss es weitere bürokratische Entlastungen geben. Investitionen und Förderungen sollen als Starthilfe zur Ansiedelung weiterer Hightech-Unternehmen und Forschungseinrichtungen führen. Dies schafft Arbeitsplätze und sichert den sozialen Wohlstand.
Kärnten soll sich zum führenden Technologiestandort im Alpen Adria Raum entwickeln.
Ausbau der Kooperationen mit den Fachhochschulen durch neue Studiengänge („Systems Engineering“ oder „Leistungselektronik“).
Ansiedelung weiterer Unternehmen der Mikroelektronik-Industrie. (Internet of Things, Industrie 4.0 oder Smart Energy)
Ausbau der Forschungseinrichtungen: Silicon Austria Labs, Lakeside Park Klagenfurt, High-Tech Campus Villach, Fraunhofer Innovationszentrum KI4LIFE in Klagenfurt.
FLUGHAFEN KLAGENFURT
Im Jahr 2018 hat Kärntens Politik 74,9 Prozent der Anteile an Lilihill-Eigentümer Franz Peter Orasch verkauft.
Der Airport ist wichtig für Kärntens Wirtschaft und damit ein bedeutender Standortfaktor für die gesamte Region.
Der Klagenfurter Flughafen hat durch seine direkte Anbindung an die Autobahn und die Südbahnstrecke der ÖBB einige Wettbewerbsvorteile.
Ein Flughafen besteht aber immer auch aus Bereichen und Leistungen die nicht direkt mit dem Flugverkehr in Verbindung stehen. Dazu gehören Hotels, Geschäftsflächen, Gastronomie, Büros, Logistik, Veranstaltungs- und Kongresszentren, der Betrieb von Parkräumen und Ähnliches.

Der Ausbruch der Pandemie im März 2020 hatte die Reisebranche mit voller Wucht getroffen. An allen österreichischen Flughäfen gab es einen massiven Rückgang der Passagierzahlen (Innsbruck, Graz, Salzburg, Klagenfurt, Wien)
In Klagenfurt soll die Konzentration auf neue Flugverbindungen gelegt werden um die Passagierzahlen wieder auf Vor-Corona-Werte zu bringen. (114.600 im Jahr 2018)
Die heimischen Flughäfen gewinnen aber auch für den Güterumschlag immer mehr an Bedeutung. Das derzeit sehr geringe Air-Cargo-Business soll durch entsprechende Cargo-Umschlagsplätze in Verbindung mit der Südbahn entsprechende Zuwächse erzielen.
Mit den Passagierzahlen als einziger Einnahmequelle lässt sich auf Dauer kein positives Betriebsergebnis erzielen. Um den Flughafen gewinnbringend führen zu können ist ein Ausbau des Non-Aviation Bereichs unbedingt erforderlich. Allerdings ohne dabei Grundstücke bzw. Flughafenanteile zu verkaufen.


TOURISMUS
Hauptkritikpunkt der Touristen ist seit Jahren der mangelnde Zugang zu den Kärntner Seen.
Eine der Hauptforderungen des Kärntner Seenvolksbegehrens war daher die Zweckwidmung der Motorbootabgabe für den Ankauf neuer Seeufergrundstücke (ca. 2 Mio. Euro jährlich). Mit der Änderung des Kärntner Motorbootabgabegesetzes wurde diese Forderung erfolgreich umgesetzt.
Damit hat das Land Kärnten erstmals die Möglichkeit neue großflächige und attraktive Seeufergrundstücke anzukaufen und diese für die Allgemeinheit öffentlich zugänglich zu machen.
Änderung der Tourismusstrategie. Hin zu einer Konzentration auf die einzigartigen Naturschönheiten Kärntens, den Bergen und Seen. Verbaute Seeufer und betonierte Chaletdörfer auf den Almen eignen sich nicht für wirksame Kampagnen der Kärnten Werbung.
BALTISCH-ADRIATISCHE ACHSE
Die Koralmbahn ist Teil der neuen Südstrecke Österreichs und stärkt den baltisch-adriatischen Korridor durch Europa.
Weiterer Ausbau des Standortes Kärnten für die Verteilung von Logistikgütern.
Logistikcenter an sinnvollen Standorten (Flughafen Klagenfurt) mit direkter Anbindung der Autobahn und der Südbahnstrecke in Verbindung mit dem Hafen von Triest.
Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene.
Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahnstrecken im Raum Wörthersee und Villach.
Kärnten als Netzwerk grenzüberschreitender Kooperationen und Wirtschaftsaktivitäten.


DIGITALISIERUNG
Weiterer Breitbandausbau via Glasfaserkabel auch in den Regionen abseits der Zentralräume Klagenfurt und Villach. Breitband-Internet und schnelle Verbindungsgeschwindigkeiten gehören mittlerweile zur Basisinfrastruktur der Unternehmen und Betriebe. (Home-Office, Online-Buchungen, WLAN in den Hotels etc.)
Ausbau der Digitalisierung auch im Bildungsbereich
Den Zugang zum Studium an der Universität Klagenfurt für Berufstätige erleichtern.
Die Möglichkeit schaffen flexibel und ortsunabhängig zu studieren, durch multimediale Lehrinhalte – Einführung interaktiver Vorlesungen die (zeitlich versetzt) online abrufbar sind.
FACHARBEITERMANGEL
Überarbeitung und laufende Kontrolle der Ausbildungsinhalte für Lehrlinge und mehr
Weiterbildungsoptionen.
Verstärkte Imagepflege für die Lehrberufe und die Facharbeit. Das Handwerk muss gesellschaftlich mehr Anerkennung und Wertschätzung bekommen.
Ein Umdenken muss auch seitens der Politik und der Unternehmen stattfinden. Arbeit muss wieder etwas wert sein, durch verbesserte Arbeitsbedingungen und Bezahlung gerechter Mindestlöhne.
Lehre mit Matura als Anreiz für die Ausbildung an den Fachhochschulen
Der Meistertitel ist im Handwerk die höchste Qualifikationsform. Mit diesem Titel sind Handwerker befähigt, einen Betrieb zu führen und Lehrlinge auszubilden.
Dahingehend muss es auch mehr Förderungen für den Meistertitel, Fachausbildungen und die Unternehmerprüfung geben um die hohen Kosten für diese Ausbildung zu senken.
Errichtung zusätzlicher technischer Lehrwerkstätten im Raum Villach für die speziellen Bereiche Elektronik, Mikroelektronik, und Mechatronik.


LANDESVERSCHULDUNG
Im Bundesländervergleich hat Kärnten nach wie vor den höchsten Pro-Kopf Schuldenstand mit 6.172 Euro:
Im Jahr 2020 betrugen die Gesamtschulden des Landes Kärnten 3,46 Milliarden Euro nach ESVG.
Umsetzung von Strukturreformen sowie der noch offenen Empfehlungen des Kärntner Landesrechnungshofes.
Eine personelle Aufstockung des Kärntner Landesrechnungshofes
DBM
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